| NEON Nr. 11/2005, ausgezeichnet mit
dem
Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis 2005 und dem
Expopharm
Medienpreis 2006 Gesünder krank sein
Es liegt in unserer Natur, dass uns
gelegentlich die Nase läuft, der Kopf dröhnt und der Bauch drückt. Aber
viele glauben, mit den richtigen Pillen könnten sie sich dauernde
Gesundheit kaufen. Andere schlucken nur noch homöopathisches
Zauberwasser. Kann denn keiner mehr einfach nur krank sein?
von Marc Schürmann
Wenn das Auto komische Geräusche macht, kann sein
Fahrer drei verschiedene Dinge tun. Erstens kann er in die Werkstatt
fahren, den Mechanikern sagen, wie das Geräusch klingt, und das Auto ein
paar Tage später instand abholen. Zweitens kann er so tun, als würde er
das Geräusch nicht hören, und einfach weiterfahren. Und drittens kann er
Beschwörungsformeln murmeln und hoffen, dass es irgendwas hilft.
Unter den gleichen Möglichkeiten wählen wir, wenn der Körper sich falsch
anfühlt. Bloß funktioniert der anders als ein Auto, und das scheinen wir
vergessen zu haben. Die einen liefern sich schon nach dem leisesten
Quietschen der Gelenke beim Arzt ab wie ein Stück Motor mit Rädern, und
sie erwarten vom Arzt auch genau das, was sie von einem Mechaniker
erwarten: Mach das heile, und zwar sofort. Die Nächsten ignorieren ihre
Schmerzen. Ach, sagen sie, es wird schon wieder werden. Und die Dritten
misstrauen ihrem Arzt, sie glauben nicht an die Spritzen und Antibiotika
der Schulmedizin, sondern an die sanfte, natürliche Heilkraft von
Homöopathie, von Biotonsin und Apis mellifica. Das ist so, als würde man
einen Zauberspruch beim Motorschaden für wirkungsvoller halten als Öl und
Schraubenschlüssel, denn streng genommen heilt die Homöopathie nicht sanft
und natürlich, sondern gar nicht.
Es ist normal, gelegentlich krank zu sein. Aber wer ist noch normal krank?
Fangen wir mit denen an, die immer gleich zum Mechaniker wetzen wie die
Petze zum Lehrer. Diese Leute geben sehr viel Geld aus, um gesund zu sein.
Von 1992 bis 2003 haben sich die Ausgaben fast verdoppelt: auf 240
Milliarden Euro, das sind 2900 Euro pro Kopf und Jahr. 37 Milliarden Euro
fallen auf Medikamente. Viele Menschen haben von klein auf gelernt: unwohl
= krank = Tablette. Also greifen sie beim zarten Kopfweh sofort zur
Aspirin, beim Magengrimmen zum Rennie und beim Schnupfen zu allem, was der
Pillenschrank hergibt. 80 bis 95 Prozent der Deutschen, die einen Hausarzt
aufsuchen, verlassen dessen Praxis mit einem Rezept in der Hand. Dafür
muss aber zunächst der Patient unter den 300 000 Ärzten wählen, die in
Deutschland praktizieren, und der Arzt dann unter den 40 000 Krankheiten,
die in der Medizin bekannt sind, sowie unter den 52 000 Medikamenten, die
er dagegen verschreiben kann. Demgegenüber stehen nur 306 Wirkstoffe, die
man wirklich braucht. So viele stehen auf einer Liste der unverzichtbaren
Medikamente, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Und
die WHO hat durchaus hohe Erwartungen an die Gesundheit. Schon per
Definition: Die WHO beschreibt Gesundheit als »Zustand des vollständigen
körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens«. Nicht bloß als
Abwesenheit von Krankheit.
Was aber soll das sein, ein Zustand des vollständigen Wohlbefindens? An
irgendwas mangelt es uns immer, und davon lebt die Industrie der
Krankheiten.
Ein Schaufenster einer beliebigen Apotheke, ein Werbeblock eines
beliebigen Senders: Stärken Sie jetzt Ihre Abwehrkräfte! Sie schlafen
schlecht und schwitzen? Beugen Sie vor, Vitamine Mineralstoffe
Blasenschwäche ist ein Problem regenerieren pflegen attraktives Äußeres
testen Sie jetzt jeder Zweite in Deutschland wer rastet der rostet
Heuschnupfen Demenz gute Preise gute Besserung nachts ist die Erkältung am
schlimmsten Blutdruck Cholesterin senken -
Man muss glauben, wir seien von unzähligen Krankheiten befallen und gegen
jede gebe es ein Mittel.
Eigentlich sollten Ärzte, Apotheker und Medikamentenhersteller eine
Industrie der Gesundheit bilden, aber würden sie nur Gesundheit erzeugen,
nähmen sie sich ihren eigenen Markt; also produzieren sie lieber Krankheit
und Gesundheit, Problem und Lösung zugleich. Sie bieten Tabletten und
Therapien gegen soziale Phobie, die man früher bloß Schüchternheit nannte.
Sie warnen vor dem »Sisi-Syndrom«, einer angeblichen Form der Depression,
trügerisch kaschiert von Munterkeit; das Syndrom stellte sich als
Erfindung einer PR-Agentur heraus. Der Arzt Klaus Dörner hat
Zeitungsstatistiken zusammengerechnet und festgestellt, dass demnach jeder
Deutsche an zwei behandlungsbedürftigen psychischen Störungen leidet.
Derlei Statistiken behaupten auch, jeder zweite deutsche Mann über 40 habe
Erektionsstörungen. Krankheit, wo man hinsieht. Es gibt keine Gesunden,
sagt ein alter Medizinerwitz, die Gesunden sind nur nicht gründlich
untersucht.
Aber wir nehmen den Witz ernst. Also glauben viele, dass sie Tabletten mit
extra Vitaminen, Zink, Eisen, Magnesium und Kalium brauchen, sie glauben
an willkürlich festgelegte Grenzwerte für Cholesterin und Bluthochdruck
und daran, dass sie auch dagegen Medikamente nehmen müssen, sie glauben an
ihr Kranksein und sie kaufen und schlucken, es steht ja Gesundheit drauf.
Waren wir nicht irgendwann einmal damit zufrieden, dass ein bisschen Sport
und ein Apfel ... ?
Der Volksglaube, man könne gegen jede Krankheit im Handumdrehen etwas
unternehmen, gibt jedem selbst die Schuld, der nur eingeschränkt
funktioniert. Man kann süchtig werden nach Gesundheit. Wie Autofahrer,
denen ihr Wagen nie sauber genug glänzt und nie leise genug schnurrt,
fühlen sich die Gesundheitsfixer stets noch zu matt, dick und gereizt. Für
sie gibt es keine schlechten Tage, nur falsche Tabletten. Für sie gibt es
auch kein gesund, nur ein noch gesünder. Es ist wie eine Droge.
Niedlicherweise hat auch die Gier nach Gesundheit inzwischen den Namen
einer Störung erhalten: »Healthism.« Es scheint aber noch kein Medikament
dagegen zu geben.
Der Anspruch, mit dem Patienten eine Praxis betreten, ist der auf
unverzügliche und vollständige Reparatur. Kai Witzel, der Chefarzt der
Chirurgie in der St.-Elisabeth-Klinik im hessischen Hünfeld, erzählt von
einem schweren Hüftbruch, den er vor kurzem operiert hat. Der Patient
stellte klar, dass er aber nicht gedenke, nach der Operation zu humpeln.
»Dabei konnte der froh sein, dass er keine Hüftprothese kriegte.« Der
Medizin, sagt Witzel, werde heutzutage nichts verziehen, keine Schwäche
und erst recht kein Fehler. Das liege aber nicht allein an der Medizin
selbst. Witzel hat eine Studie gemacht mit Patienten, die sich gern
Arztserien im Fernsehen anschauen. Die meisten waren mit den Ärzten und
Pflegern im Krankenhaus auffallend unzufrieden. Sie fanden, alle sollten
sich so viel Zeit für ihre Patienten nehmen wie dieser nette Dr. Stefan
Frank.
Die Kranken haben gelernt, sich Diagnosen aus Arztserien oder aus dem
Internet selbst zusammenzureimen, aber sie haben verlernt, Krankheit
hinzunehmen, auszukurieren, kommen und gehen zu lassen. Und sie helfen den
Medikamenten nicht mehr, sondern überlassen ihnen die ganze Arbeit. Aber
man kann Gesundheit nicht bestellen, nicht runterladen oder anordnen. Und
Krankheit ist kein Ausnahmefall. Wir sind immer wieder krank, das liegt in
unserer Natur. Also müssen wir uns ins Bett legen, viel trinken und viel
schlafen, wenn wir krank sind, statt uns den Magen mit
Kopfschmerztabletten und fiebersenkenden Mitteln vollzupumpen, um dann wie
gewohnt ins Büro zu fahren. Außerdem liegt vielleicht gerade im Büro das
Problem. Manche hassen ihre Arbeit, andere fürchten sich, sie zu
verlieren. Migräne, Herzbeschwerden, Magen-Darm-Probleme: Bei solchen
Krankheiten geht es oft der Seele schlecht, nicht dem Körper. Die
Verheißungen der Medizin, Krankheiten einfach und schnell auszuschalten,
lenken dann von der wahren Krankheit ab.
Kai Witzel glaubt: Die Menschen verstehen einfach die Sprache ihres
Körpers nicht mehr, haben kein Gefühl mehr für krank und gesund. »Weil man
für sich und seinen Körper keine Zeit mehr hat. Man sitzt nicht mehr
einfach einen Tag schweigend in der Wohnung und horcht in sich hinein.
Deswegen behandelt man sich wie eine Maschine: Wenn das rote Lämpchen
angeht, schüttet man Öl rein.«
Viele Sorten dieses Öls schmieren nicht einmal. Laut der Stiftung
Warentest sind vier von zehn der meistverkauften, rezeptfreien Arzneien
»wenig geeignet«, soll sagen: Kann man ebenso gut sein lassen. Und die
Medizinzeitschrift »New England Journal of Medicine« schätzt, dass 20 bis
40 Prozent aller Patienten mit Verfahren behandelt werden, die ihnen
nichts oder fast nichts bringen. Aber nichts zu unternehmen, den Körper
und die Zeit arbeiten zu lassen, das können die Patienten nicht mehr. Wenn
Kai Witzel einem, der mit dem Fuß umgeknickt ist, drei Wochen Ruhe und
kühle Umschläge empfiehlt, wechselt der den Arzt. »Aber wenn ich dem
irgendein Medikament verschreiben würde, und das kann noch so ein Quatsch
sein, dann sagt der: >Toll, ein teures Medikament.<«
Auch Öl, das nicht schmiert, kann den Wagen wieder zum Laufen bringen: Man
muss nur daran glauben. Der Placeboeffekt bezeichnet einen
Behandlungserfolg ohne Behandlung, etwa wenn man einem Patienten mit
starken Kopfschmerzen eine Tablette verabreicht, wo Schmerzmittel
draufsteht, aber nur Traubenzucker drin ist - und es dem Patienten davon
deutlich besser geht. Das Gehirn schüttet dann körpereigene Schmerzmittel
aus und vermeidet unangenehme Gefühle, einfach weil der Patient diese
Wirkung erwartet. Das funktioniert nicht nur bei Tröpfchen, Salben und
Tabletten - es klappt sogar in der Chirurgie. Es sind schon Kniepatienten
schmerzfrei geworden, die nur glaubten, operiert worden zu sein. In
Wahrheit hatte man ihnen nur eine Narbe verpasst, um den Placeboeffekt in
der Arthroskopie zu testen.
Die Medizinverächter sind die zweite große Gruppe derer, die das gesunde
Kranksein verlernt haben: diejenigen, denen die Mechaniker nicht geheuer
sind, die zu viel gehört haben über unnütze Reparaturen und chemische
Schadstoffe im Motorenöl, es sind die mit dem Zauberspruch der
Homöopathie. Jawohl: Es gibt wirksame Verfahren neben der klassischen
Schulmedizin. Nichts gegen die Segnungen der Bewegungstherapie,
Atemtherapie, Ernährungs- oder Phytotherapie. Diese Verfahren machen sich
natürliche Prozesse im Körper zunutze. Die Homöopathie tut das nicht.
Trotzdem gilt sie als berühmtester Zweig der Alternativmedizin. Und so ist
gerade diese vermeintliche Naturheilung ein gutes Beispiel dafür, wie
unnatürlich viele Leute mit Krankheit umgehen.
38 Prozent der Deutschen haben schon homöopathische Mittel ausprobiert,
weitere 20 Prozent interessieren sich dafür. Dabei ist diese angeblich
sanfte Massenmedizin in Wahrheit gar keine, sondern nichts als Theater,
und so wie das Volk des Kaisers neue Kleider sah, weil es sie sehen
wollte, so wirken die Kügelchen und Tröpfchen der Homöopathie nur, weil
ihre Käufer davon überzeugt sind. Eine neue Studie der Universität Bern
hat 110 Untersuchungen über die Homöopathie mit 110 Untersuchungen über
die Schulmedizin verglichen. Und festgestellt, dass es keinen Unterschied
gibt zwischen der Wirkung homöopathischer Mittel und dem Placeboeffekt von
Scheinmedikamenten, wohl aber zwischen Scheinmedikamenten und
Schulmedizin.
Der Physiker Martin Lambeck hat viel über die Homöopathie geschrieben. Nie
hat er behauptet, die Homöopathie sei Unsinn. Er drückt es lieber so aus:
Wenn Homöopathie funktioniere, sei »die Physik grob unvollständig. Dabei
bedeutet grob, dass die Vervollständigung der Physik nobelpreiswürdig
wäre.« Der Erfinder der Homöopathie, Samuel Hahnemann, glaubte nicht an
Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien, sondern sah die Wurzel aller
Krankheiten in »geistartigen Verstimmungen«. Die erste Grundregel seiner
Lehre: Gleiches mit Gleichem bekämpfen. Man finde heraus, welches Mittel
welche Symptome verursacht, und setze die Mittel gerade gegen diese
Symptome ein. So funktioniert zwar auch das Impfen - allerdings nur, bevor
die Krankheit ausbricht. Das zweite Prinzip verlangt, das jeweilige Mittel
extrem zu verdünnen. Hahnemanns Lehre ist nun über 200 Jahre alt. Die
Schulmedizin hat sich seitdem gewandelt - im Gegensatz zur Homöopathie.
Zu den rund 2000 homöopathischen »Urtinkturen«, also den Hahnemannschen
Gegengiften, zählen Eiter und Speichel von tollwütigen Hunden, Arsen- und
Quecksilberverbindungen, Plutonium und Hundekot. Dasselbe Mittel soll
dabei vielerlei Beschwerden lindern. Die Brechnuss zum Beispiel hilft
angeblich gegen Verdauungsbeschwerden, Streitsucht, Hämorriden, Kater,
Migräne, verklebte Augenlider, Erkältungen, Darmverschluss,
Prostatabeschwerden, Nierenkolik, Impotenz, Hexenschuss, Harnträufeln und
Akne.
So rätselhaft wie die homöopathischen Mittel ist auch ihre Herstellung.
Wer etwa ein Belladonna-Medikament D20 erzeugen will, gibt ein Teil
Belladonna - Tollkirsche - auf neun Teile Lösungsmittel, also Wasser und
Alkohol. Die Mischung nennt sich D1 und ist mindestens zehnmal kräftig zu
schütteln. Dann gibt man wiederum ein Teil von D1 zu neun Teilen
Lösungsmittel, das ergibt D2. Schütteln, mischen, D3, und so weiter.
Hahnemann ging davon aus, dass die Wirkung umso größer wird, je geringer
die Dosis ist. In Belladonna D20 ist allerdings noch so viel Belladonna
enthalten wie Aspirin im Atlantik, wenn man eine Tablette darüber
zerbröselt. Und ab D30 ist überhaupt kein Belladonna mehr drin, chemisch
betrachtet. Hahnemann aber erklärte, das Lösungsmittel könne sich an die
Urtinktur stets erinnern. Eine Flüssigkeit mit Langzeitgedächtnis wäre der
Naturwissenschaft so neu wie göttliche Moleküle in Weihwasser.
Homöopathische Heilmittel zählt das Arzneimittelgesetz zu den besonderen
Therapierichtungen. Schulmedizinische Arzneien müssen ihre Wirksamkeit in
langwierigen Tests beweisen, homöopathische Mittel nicht.
Haben die Leute schon so ein zerrüttetes Verhältnis zur Medizin, dass sie
trotz alledem Belladonna D30 kaufen?
Natürlich: Homöopathie kann wirken. Aber nicht wegen der Tollkirsche
darin, sondern erstens dank des Placeboeffekts: Die Patienten glauben an
die Wirkung, also tritt oft auch eine ein. Zweitens nehmen sich
Homöopathen für ihre Patienten deutlich mehr Zeit als Schulmediziner,
dadurch fühlen sich die Patienten besser verstanden, und das wiederum
stärkt den Placeboeffekt. Drittens verschwinden Beschwerden, die sowieso
verschwunden wären: Es gibt Schätzungen, dass drei von vier Krankheiten
nach einer Weile von selbst wieder weggehen. Und viertens verlaufen viele
Krankheiten in Wellen. Patienten gehen am ehesten in schlechten Phasen zum
Arzt - und die gute Phase folgt dann sowieso, ob mit oder ohne Behandlung.
Man könnte nun sagen, es sei doch ganz egal, warum das Auto fährt, ob dank
der Reparatur oder weil der Fahrer nur an die Kraft der Reparatur glaubt.
Es ist aber nicht ganz egal. Denn manche Patienten halten auch dann an der
Homöopathie fest, wenn ihre Krankheit ernst wird, und lassen sich zu spät
auf eine schulmedizinische Therapie ein. Und wenn sie sich endlich zur
Schulmedizin durchringen, misstrauen sie ihr womöglich noch so sehr, dass
sie schlechter wirkt - das Gegenteil des Placeboeffekts.
Denn das darf man ja nicht vergessen bei aller Hysterie um die vollkommene
Gesundheit: Es gibt tatsächlich gefährliche Krankheiten. Ärzte wie Kai
Witzel erzählen immer wieder von Patienten, die erst zu ihnen kommen, wenn
die Geschwulst schon pflaumengroß oder der gebrochene Knochen schief
verwachsen ist, weil diese Patienten zu faul waren oder Angst hatten, der
Arzt könnte sie tatsächlich behandeln wollen und dabei noch drei weitere
Krankheiten entdecken. Natürlich müssen wir alle in ein paar Jahren zur
Krebsvorsorge. Natürlich müssen wir zum Arzt, wenn wir seit drei Tagen
durchweg Bauchschmerzen haben. Natürlich dürfen wir das komische Geräusch
beim Fahren nicht einfach überhören. Aber wir können so ein Geräusch doch
von einem Motorschaden unterscheiden. Wir haben doch eigentlich alle ein
Gefühl dafür, wann der Körper bloß zickt und wann es ihm wirklich schlecht
geht. Es ist schließlich unserer. Also - fahren wir.
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